Momentan ist die Phase der Zulassung an den Unis, alle warten gespannt auf die Zusage – oder eben auch Absage. Die meisten erfreuen sich einer Zusage, aber was wenn man nur Absagen bekommt? Ist somit der Erfolg im Leben schon abgeschrieben? Und, ist ein Studium für den Erfolg im Leben überhaupt ausschlaggebend?

Das menschliche Gehirn ist wie eine Bibliothek, das Wissen speichert. Je mehr Wissen man sich aneignet, desto höher besteht aber auch das Risiko den Überblick zu verlieren und einige „Bücher“ in der hintersten Ecke verstauben. Hilft dir ein Studium dabei, dein Wissen zu ordnen? Oder verwirrt es dein Gehirn nur?

If you want to get laid, go to college. If you want an education, go to the library.

– Frank Zappa

Ich hatte unzählige „Diskussionen“ (Diskussionen deshalb in Anführungszeichen, weil das so harsch klingt) mit meinem Vater über das Thema Studium. Er unterstützt mich in jeder Hinsicht bei meinem Ziel, trotzdem ist er der Meinung, dass erst einmal ein Studium das Wichtigste für die Zukunft und erfolgreiche Geschäfte ist. Denn die Menschen bewerten dich automatisch nach deinem Abschluss, zumindest deine Kunden bzw. Geschäftspartner. Da mag er wirklich Recht haben. Ich finde es dennoch schade, dass man anhand eines Stück Zeugnispapiers oder anhand eines Titels bewertet wird und nicht nach den eigentlichen Kompetenzen als Mensch. Ich möchte doch wegen meiner Arbeit geschätzt werden, nicht meines Abschluss wegen.

People may hate you for being different and not living by society’s standards. But deep down, they wish they had the courage to do the same.

Wenn du dein Ding machst, sieht dich die Gesellschaft erstmal mit schiefen Augen an „Was denkt er sich denn dabei? Der wird scheitern“. Denn was macht man nach dem Abitur sonst außer zu studieren? Man macht es, weil man ja die kostbare Chance nutzen soll und weil das die „einzige Chance“ ist Erfolg im Job zu haben. Erfolg im Job = viel Geld = glücklicheres Leben?

Ist der Studium eine Garantie für Erfolg im Leben?

 

Meine ganz klare Antwort, Nein! Die Wahrscheinlichkeit nach dem Studium erst einmal arbeitslos zu sein ist womöglich genauso groß wie auf Anhieb einen Job zu finden. Noch geringer ist die Wahrscheinlichkeit, einen tollen Job zu finden, der einen wirklich erfüllt und glücklich macht. Die Meisten landen in einem ewigen Hamsterrad, bei dem sie von 9 bis 5 im Büro sitzen oder einer anderen Tätigkeit nachgehen, die einem nicht wirklich taugt. Man hat endlose Pflichten und muss sich ständig nach der Nase anderer richten und sich mit den Intrigen der Mitarbeiter auseinandersetzen. Wem gefällt das schon auf langer Zeit? Mir jedenfalls nicht. Viele Studenten haben absolut keine Motivation in ihrem Studium und sind totunglücklich mit ihrem Leben. Sie fühlen sich einfach nicht erfüllt.

Ein Studium ist also keine Garantie zum Erfolg, sondern kann eher als eine Art Sprungbrett betrachtet werden, was dir dabei hilft eine oberflächliche Anerkennung und einiges an Allgemeinem Wissen zu erlangen, um dir die Chance auf einen guten Einstiegsgehalt zu ermöglichen – aber eben nicht zu garantieren.

Braucht man denn wirklich ein Studium um erfolgreich zu sein?

 

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Meiner Meinung nach, ebenfalls Nein! Solange du deine Passion lebst, es dir wert ist jede Kraft und Energie in dein Ding zu stecken, wirst du früher oder später erfolgreich sein, auch ohne Studium! Bill Gates, Steve Jobs und Co. hatten alle keinen Abschluss, aber eine Vision und ein Ziel, nämlich mit ihrer Passion erfolgreich sein und damit einen Mehrwert für die Menschen zu schaffen. Natürlich sind das die ganz krassen Beispiele, aber es ist nicht ganz unwahrscheinlich das gleiche zu schaffen, mit genug Mut und Ehrgeiz und vor allem Willen.

Ich habe nur manchmal das Gefühl, wenn ich mein Studium anfange, ich viele Vorlesungen besuchen muss, die völlig irrelevant für mein Ziel sind. Darüber dann stundenlang Skripte zu lesen und diese im Kopf zu behalten wird unheimlich schwer sein. Manchmal denke ich sogar darüber nach, das Studium gar nicht anzufangen, weil es kostbare Zeit verschwenden könnte, die ich mir viel besser einteilen könnte, in dem ich mir das nötige Wissen selbst aneigne. Kurse besuchen, Workshops, Praktika etc, learning by doing eben.

Aber wenn ich genau darüber nachdenke, möchte ich doch nicht darauf verzichten, das Studium erstmal anzufangen. Wenn es mir nicht gefällt, kann ich es immer noch abbrechen. Ich sollte es nicht aufgeben, bevor ich es überhaupt probiert habe. Für zusätzliches Lernen besteht immer Zeit! Wer das abstreitet, hat nicht genug Interesse und Passion an dem, was er lernen möchte.

Mein Tipp: Hast du ein Themengebiet oder eine Fachrichtung, die dir richtig gut liegt oder dich wirklich interessiert und dir dein Ansehen in der Gesellschaft enorm wichtig ist, dann gehe studieren. Hast du aber keine Ahnung, was dir eigentlich liegt oder was dich interessiert, rate ich dir das „blinde“ Studieren ab, denn damit machst du dir nur dein Leben unnötig schwer. Mache lieber ein paar Praktika oder gehe ins Ausland, um über dich hinaus zuwachsen, vielleicht kommt dabei dein Interessengebiet von ganz allein zum Vorschein!

Hier ist noch ein super Beitrag zum Thema „Klischees der Erwachsenen„.